Verkehr

2.

Die Höchstgeschwindigkeit innerhalb und auf dem Alleenring wird auf 30 km/h gesetzt. MIV innerhalb des Grabenrings wird umgehend verboten. In Wohngebieten wird die Höchstgeschwindigkeit ebenfalls auf maximal 30 km/h herabgesetzt. In anderen Bereichen kann differenziert werden. Im Stadtgebiet werden deutlich mehr verkehrsberuhigte Bereiche eingerichtet. Ampelschaltungen für Fahrradfahrer optimieren (z. B. „grüne Welle“ für Radfahrer) und Kreuzungen fahrradfreundlicher gestalten.

3.

Gefährdung von Fahrradfahrern oder Fußgängern und Falschparken auf Geh- und Radwegen konsequent und hochpreisig ahnden, damit das Fahrradfahren und der Fußgängerverkehr in der Stadt sicherer werden. Dafür müssen Kontrollen deutlich verstärkt werden.

II. ÖPNV

1.

ÖPNV-Trassen auf Haupteinfallsstraßen bauen (z. B. Trierer Straße, Jülicher Straße) für große Elektrobusse und Planung einer Stadtbahn vorantreiben. Um dies zu erreichen: Finanzielle Mittel für Betrieb & Fuhrparkanschaffung für mehr Kapazität & Qualität akquirieren (von Land, Bund und EU) bzw. zur Verfügung stellen.

2.

Das Tarifsystem des ÖPNV in Aachen vereinfachen und deutlich vergünstigen. Kostengünstige Off-Peak-Fahrkarten anbieten und nachträgliche Ermittlung des günstigsten Fahrpreises (Beispielkonzept: Oystercard London) einführen.

III. Parkraum

1.

P+R an allen Einfallsstraßen mit gut sichtbaren Hinweisschildern einrichten. Die Parkplätze sollen regelmäßig gepflegt werden. Das Parkticket aus dem P+R-Automaten fungiert als Fahrschein im ÖPNV. Personen mit Monatsticket für ÖPNV können kostenfrei 24h parken. Um eine schnelle Weiterfahrt vom Parkplatz zu gewährleisten, muss die ÖPNV-Anbindung bedarfsgerecht angepasst werden. Dort wird eine Lade-Infrastruktur (für z. B. Elektroautos, Elektrofahrräder) aufgebaut.

2.

Die Anzahl an Kfz-Stellplätzen in der Innenstadt (innerhalb Alleenring plus Parkhäuser in der Nähe) darf nicht mehr erhöht werden, sondern wird jährlich um mindestens 5% reduziert. Zuerst werden Stellplätze am Straßenrand viel befahrener Straßen verringert und dann umfunktioniert (Umnutzung: Grünanlagen, Fahrradstellplätze, ÖPNV-Trassen, breite Fahrradwege räumlich abgetrennt von der Kfz-Fahrbahn). Spätestens ab 2025 soll es an der Straße nur noch Behindertenparkplätze und Ladezonen geben.

Anmerkungen / Links

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Ansprechpartner für Verkehr: Laurenz Lehmann

4 Gedanken zu „Verkehr“

  1. Ralf Taufenbach

    Auch wieder ist der Fußgänger so gut wie gar nicht berücksichtig, obwohl er die Mehrheit im Strassenverkehr stellt und am umweltfreundlichsten ist. Bitte breite Bürgersteige mit einplanen und für eine Trennung vom Radverkehr sorgen.
    Hintergrund:
    In Aachen Haaren (Zentrum) gibt es zum Beispiel die stark befahrene Al-Haarener Strasse. Auf der einen Seite ist der Bürgersteig sehr schmal und wird auch noch häufiger von Radfahrern illegal benutzt.
    Also bitte nicht nur Radfahrer und ÖPNV berücksichtigen, sondern auch mal an die Fußgänger denken.

    1. Laurenz Lehmann

      Vielen Dank für den Kommentar zu unseren Forderungen/Wahlprüfsteinen!
      Sie haben Recht damit, dass wir den Fußverkehr im Vergleich zum Radverkehr und ÖPNV weniger ausführlich behandelt haben.
      Das hat folgenden Grund: Der Runde Tisch Klimanotstand wurde gegründet, um sich dafür einzusetzen, dass auf die Ausrufung des Klimanotstandes in Aachen auch Maßnahmen von Seiten der Politik folgen.
      Unser Hauptfokus liegt dabei auf dem Klimaschutz und der Reduktion von Treibhausgasemissionen.
      Für die Arbeitsgruppe Verkehr bedeutet das vor allem, den motorisierten Individualverkehr (MIV) zu reduzieren. Wir denken, dass der Radverkehr und der ÖPNV gute Alternativen zum MIV sind, weil sie auch für längere Strecken geeignet sind.
      Außerdem gibt es im Bereich des Radverkehrs deutlich zu wenig Infrastruktur, die sicheres Radeln ermöglicht und das ÖPNV-Netz in Aachen bedarf einer Erweiterung.
      Wie Sie richtig gesagt haben, darf der Fußverkehr jedoch nicht vernachlässigt werden und sollte von uns in Zukunft intensiver behandelt werden. Als zusätzliche Alternative auf Kurz-/Mittelstrecken.
      Mit freundlichen Grüßen
      Die AG-Verkehr

  2. Christian Dirsch

    Zu III 1.
    Warum sollte es günstig für das Klima sein, wenn die Autos nur noch bis an die Stadt heran fahren statt in sie hinein? Wäre es nicht besser man verlagert den Zubringerverkehr auch auf den ÖPNV? P+R dürfte den Busverkehr in den Stadtrandbereichen schwächen.
    Nur ein attraktiver ÖPNV auch in den Vororten macht den MIV (Zweitwagen) überflüssig. Mit P+R bleibt man vom PKW abhängig.

    1. Laurenz Lehmann

      Hallo,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unseren Forderungen!
      P+R ermöglicht nicht nur den Wechsel auf den ÖPNV, sondern auch die Bildung von Fahrgemeinschaften. P+R kann also eine „Mobilitätsstation“ sein und sorgt für Bündelung von Verkehr. Jedes Auto, das auf dem P+R-Parkplatz steht, spart sofort Treibhausgasemissionen ein. P+R reduziert vor allem das Individuale im Verkehr.
      Generell muss Mobilität im ländlichen Raum anders gedacht/geplant/realisiert werden als in der Stadt. ÖPNV auf dem Land ist z.B. verhältnismäßig teuer.
      Aktuelle Lösung: Multimodalität (PKW wo nötig, ÖPNV wo möglich, sonst Fahrrad/zu Fuß).
      Langfristig muss auch die Mobilität im ländlichen Bereich vom Auto unabhängig werden. Dafür braucht es neue Konzepte und Ideen.
      Es gibt einen interessanten Podcast zum Thema Mobilität auf dem Land: https://katja-diehl.de/she-drives-mobility-33-mit-neuland21/

      Viele Grüße
      Die AG-Verkehr

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